miteinander unterwegs – für eine enkeltaugliche Zukunft

kjd Wenn mir kaum bekannte Menschen unser Quartett mit „Ah, die Webinarfrauen!“ begrüssen, staune ich jedes Mal. Mit den Online-Seminaren ist uns zwar nicht der grosse Durchbruch gelungen, trotzdem ist dieses Experiment auf Interesse gestossen und einigen Menschen in Erinnerung geblieben. Ein Irrweg war es auf keinen Fall. Denn es war diese ganz konkrete Idee, welche Cécile dazu veranlasst hat, Jeannine, Suzanne und mich im Sommer 2016 zu einer Retraite in ihr Haus und Garten einzuladen.

Als Expertin eines Themenbereichs sind wir angereist, doch begegnet sind wir uns an diesem Wochenende vor allem als Menschen und als Frauen. Beim Teilen unserer Lebensgeschichten konnten wir tief mitfühlen, manchmal auch nur dankbar staunen. Die natürliche Verbundenheit hat uns berührt. War sich jede von uns gewohnt, in ihrem Feld als Pionierin zu wirken, so fühlte sich dieses Miteinander ganz neu an. Das Resultat der Auszeit hatte es in sich: Wir wollten ab sofort unsere Kräfte bündeln und gemeinsam die Zukunft mitgestalten. Wir haben uns entschieden, unsere Herzensanliegen zu teilen und andere zu inspirieren, ihre Talente freudvoll in die Welt zu bringen.

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Aufstellungen für den Wandel: Feuer und Erde sein

kjd Wir freuen uns über die Gelegenheit, zwei unserer Herzensanliegen zu verbinden: Mithilfe der systemischen Aufstellung wagen wir einen Blick auf unsere Beziehung zur Natur. Wir wollen dabei nicht nur uns als Individuum betrachten, sondern insbesondere den Umgang von uns als Gesellschaft mit der Natur beleuchten. Als Ansatzpunkt dienen uns dafür die Elemente. Gestartet haben wir mit einem Aufstellungsnachmittag zum Thema „Feuer und Erde sein“.

Wir sind mittlerweilen sehr zufrieden mit der von uns entwickelten Struktur der „Aufstellungen für den Wandel“. Natürlich probieren wir in diesem Gefäss immer noch Neues aus, aber der Ablauf, wie er jetzt steht, hat sich bewährt und wir können uns nun umso tiefer auf die Inhalte einlassen. Die Aufstellung ist das Kernstück des Nachmittags, wir beginnen aber jeweils nach dem Einstieg mit einer Einstimmung ins Thema.

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Von der Vision zur Zielverwirklichung

jb Wie können wir unsere Vision kraftvoll verwirklichen? Vor dieser Frage stehen früher oder später die meisten Organisationen, welche sich für eine nachhaltige Welt einsetzen wollen. Sicher gibt es viele hilfreiche Methoden und Tools, die uns bei der Umsetzung und Verwirklichung unserer Visionen unterstützen. Wir von momo&ronja haben uns für die Soziokratie entschieden, eine umfassende und partizipative Organisationsmethode, die uns hilft, unsere Arbeit zu strukturieren und gemeinsam vorwärts zu gehen.

Neben der soziokratischen Gesprächsleitung, die wir in unseren Sitzungen anwenden und als Unterstützung unseren Kund*innen anbieten, brauchen wir für uns selbst als weiteres Instrument die Formulierung von Vision-Mission-Zielen/Angeboten, um mehr Klarheit in unser Wirken zu bringen. Speziell und auch etwas gewöhnungsbedürftig daran ist, dass in der soziokratischen Methodik hier in diesem Kontext die Ziele den Angeboten entsprechen. Die Angebote lassen sich so direkt über die Mission mit der Vision verbinden. Mein Aha-Erlebnis, das ich beim Formulieren der Mission erlebt habe, möchte ich gerne teilen.

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Eine Geschichte über die Magie des Zuhörens

jb In diesem Blog möchte ich eine meiner Lieblingsgeschichten mit euch teilen. Sie handelt von der Kraft der Geschichten, wenn Menschen im Kreis zusammen kommen, um sie zu teilen, und von der Kraft der Stille, die zwischen den gesprochenen Worten wirkt. Momo, die bekanntlich zuhören kann wie keine andere,  hätte ihre wahre Freude an dieser Erzählung über die Magie des Zuhörens. 🙂

Sein Name war Joe, oder so ähnlich. Er hatte halb spanisches, halb indianisches Blut in den Adern. Sein Grossvater, der Vater seines Vaters, war ein Vollblut-Pueblo und Mitglied des Ältestenrates seines Stammes. Joe hatte die Pueblos als Kind mit seiner hispanischen Mutter Mutter verlassen und war während der Depression als Zwanzigjähriger zurückgekommen, um die Traditionen seines Stammes zu lernen.

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Erdfest – Naturverbundenheit in unserer Zeit

jb/kjd Auf dem Platz der Waldspielgruppe Wurzelhopser in Solothurn haben wir am 24. Juni 2018 am ersten Erdfest mitgewirkt. Das Erdfest versteht sich als eine Feier der Lebendigkeit, die in Gegenseitigkeit geschieht. Es will zur Partnerschaft mit der mehr als menschlichen Welt inspirieren. So viele Jahre und Jahrhunderte haben wir von der Erde nur genommen, mit viel Gier und wenig Dank. Nun ist es an uns, etwas zurückzugeben: unser Bekenntnis, dazu zu gehören, unsere Dankbarkeit, Erde zu sein.

Das Motto unseres Erdfests für Jung und Alt lautete „Zurück zum Einfachen“. Im kleinen Kreis kochten wir auf offenem Feuer, genossen ein einfaches Essen im Wald und verbrachten Zeit mit unseren Lieben und mit der Natur. Was wollen wir der Erde schenken? Was wünscht sie sich von uns? Als kleines Ritual übergaben wir unsere guten Wünsche in Form von selbst kreierten Geschenken dem Feuer.

Welche bei unserem Erdfest gewonnenen Erfahrungen oder Einsichten erscheinen uns persönlich bedeutsam – und könnten vielleicht auch für andere bedeutsam sein?

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Aufstellungen für den Wandel: Der neue Mann

jb Die Frauenbewegung hat in verschiedenen Wellen seit Mitte des 19. Jahrhunderts viel in Bewegung gebracht. Seit den 1970er Jahren gibt es auch so etwas wie eine Männerbewegung, «ein Sammelsurium verschiedener Aktivitäten und Bewegungen von Männern mit dem Ziel, Antworten auf die Herausforderungen eines gewandelten Geschlechterverhältnisses zu finden» (Hans-Joachim Lenz, Soziologe).

Wie können Männer jenseits alter Rollenbilder in ihrer Kraft sein? Wie gehen wir mit der Vielfalt an neuen Rollenbildern um? Wie kann jeder und jede von uns seine/ihre männlichen Qualitäten auf eine Art in die Welt bringen, die in Verbundenheit mit dem grossen Ganzen steht? Welche Rolle spielt der Umgang mit der befruchtenden, sexuellen Energie des Mannes? Mit diesen Fragen sind wir in die Ausschreibung für den Aufstellungs-Workshop vom 15. Juni 2018 gestartet.

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Aufstellungen für den Wandel: Das weibliche Feld stärken

jb «Wenn wir dem Leben dienen wollen – und damit unserem Planeten und der ganzen Schöpfung –, bedarf es der Rückkehr des Weiblichen. Wir haben lange in einer Welt gelebt, die von der Rolle des männlichen Bewusstseins beherrscht wurde – schneidend, linear, auf Erwerb gegründet» (L. Vaughan-Lee). Was wir für die Wandlung der Welt hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft brauchen, sind starke feminine Qualitäten. Im April 2018 erforschten wir mithilfe der Aufstellungsarbeit, wie wir diesen mehr Raum geben könnten.

Wie können wir das weibliche Feld stärken? Wie kann sich diese nährende Kraft ausdehnen, auch in bisher männlich dominierte Bereiche hinein? Wie können wir Brücken bauen? Und wie kann jede und jeder von uns in dieser Verbindung an einem Platz sein, welcher genug Sicherheit, Raum und Schutz bietet? Diese Fragen dienten als Ausgangslage für die Aufstellung.

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