Von der Vision zur Zielverwirklichung

jb Wie können wir unsere Vision kraftvoll verwirklichen? Vor dieser Frage stehen früher oder später die meisten Organisationen, welche sich für eine nachhaltige Welt einsetzen wollen. Sicher gibt es viele hilfreiche Methoden und Tools, die uns bei der Umsetzung und Verwirklichung unserer Visionen unterstützen. Wir von momo&ronja haben uns für die Soziokratie entschieden, eine umfassende und partizipative Organisationsmethode, die uns hilft, unsere Arbeit zu strukturieren und gemeinsam vorwärts zu gehen.

Neben der soziokratischen Gesprächsleitung, die wir in unseren Sitzungen anwenden und als Unterstützung unseren Kund*innen anbieten, brauchen wir für uns selbst als weiteres Instrument die Formulierung von Vision-Mission-Zielen/Angeboten, um mehr Klarheit in unser Wirken zu bringen. Speziell und auch etwas gewöhnungsbedürftig daran ist, dass in der soziokratischen Methodik hier in diesem Kontext die Ziele den Angeboten entsprechen. Die Angebote lassen sich so direkt über die Mission mit der Vision verbinden. Mein Aha-Erlebnis, das ich beim Formulieren der Mission erlebt habe, möchte ich gerne teilen.

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Eine Geschichte über die Magie des Zuhörens

jb In diesem Blog möchte ich eine meiner Lieblingsgeschichten mit euch teilen. Sie handelt von der Kraft der Geschichten, wenn Menschen im Kreis zusammen kommen, um sie zu teilen, und von der Kraft der Stille, die zwischen den gesprochenen Worten wirkt. Momo, die bekanntlich zuhören kann wie keine andere,  hätte ihre wahre Freude an dieser Erzählung über die Magie des Zuhörens. 🙂

Sein Name war Joe, oder so ähnlich. Er hatte halb spanisches, halb indianisches Blut in den Adern. Sein Grossvater, der Vater seines Vaters, war ein Vollblut-Pueblo und Mitglied des Ältestenrates seines Stammes. Joe hatte die Pueblos als Kind mit seiner hispanischen Mutter Mutter verlassen und war während der Depression als Zwanzigjähriger zurückgekommen, um die Traditionen seines Stammes zu lernen.

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Erdfest – Naturverbundenheit in unserer Zeit

jb/kjd Auf dem Platz der Waldspielgruppe Wurzelhopser in Solothurn haben wir am 24. Juni 2018 am ersten Erdfest mitgewirkt. Das Erdfest versteht sich als eine Feier der Lebendigkeit, die in Gegenseitigkeit geschieht. Es will zur Partnerschaft mit der mehr als menschlichen Welt inspirieren. So viele Jahre und Jahrhunderte haben wir von der Erde nur genommen, mit viel Gier und wenig Dank. Nun ist es an uns, etwas zurückzugeben: unser Bekenntnis, dazu zu gehören, unsere Dankbarkeit, Erde zu sein.

Das Motto unseres Erdfests für Jung und Alt lautete „Zurück zum Einfachen“. Im kleinen Kreis kochten wir auf offenem Feuer, genossen ein einfaches Essen im Wald und verbrachten Zeit mit unseren Lieben und mit der Natur. Was wollen wir der Erde schenken? Was wünscht sie sich von uns? Als kleines Ritual übergaben wir unsere guten Wünsche in Form von selbst kreierten Geschenken dem Feuer.

Welche bei unserem Erdfest gewonnenen Erfahrungen oder Einsichten erscheinen uns persönlich bedeutsam – und könnten vielleicht auch für andere bedeutsam sein?

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Aufstellungen für den Wandel: Der neue Mann

jb Die Frauenbewegung hat in verschiedenen Wellen seit Mitte des 19. Jahrhunderts viel in Bewegung gebracht. Seit den 1970er Jahren gibt es auch so etwas wie eine Männerbewegung, «ein Sammelsurium verschiedener Aktivitäten und Bewegungen von Männern mit dem Ziel, Antworten auf die Herausforderungen eines gewandelten Geschlechterverhältnisses zu finden» (Hans-Joachim Lenz, Soziologe).

Wie können Männer jenseits alter Rollenbilder in ihrer Kraft sein? Wie gehen wir mit der Vielfalt an neuen Rollenbildern um? Wie kann jeder und jede von uns seine/ihre männlichen Qualitäten auf eine Art in die Welt bringen, die in Verbundenheit mit dem grossen Ganzen steht? Welche Rolle spielt der Umgang mit der befruchtenden, sexuellen Energie des Mannes? Mit diesen Fragen sind wir in die Ausschreibung für den Aufstellungs-Workshop vom 15. Juni 2018 gestartet.

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Aufstellungen für den Wandel: Das weibliche Feld stärken

jb «Wenn wir dem Leben dienen wollen – und damit unserem Planeten und der ganzen Schöpfung –, bedarf es der Rückkehr des Weiblichen. Wir haben lange in einer Welt gelebt, die von der Rolle des männlichen Bewusstseins beherrscht wurde – schneidend, linear, auf Erwerb gegründet» (L. Vaughan-Lee). Was wir für die Wandlung der Welt hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft brauchen, sind starke feminine Qualitäten. Im April 2018 erforschten wir mithilfe der Aufstellungsarbeit, wie wir diesen mehr Raum geben könnten.

Wie können wir das weibliche Feld stärken? Wie kann sich diese nährende Kraft ausdehnen, auch in bisher männlich dominierte Bereiche hinein? Wie können wir Brücken bauen? Und wie kann jede und jeder von uns in dieser Verbindung an einem Platz sein, welcher genug Sicherheit, Raum und Schutz bietet? Diese Fragen dienten als Ausgangslage für die Aufstellung.

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Zusammen leben – wie?

kjd Der Entscheid momo&ronja zu gründen ging für mich einher mit einer anderen sehr wichtigen Veränderung: Endlich und zum ersten Mal in meinem Leben würde ich in der selben Stadt wohnen und arbeiten. Nach jahrelangem Pendeln für mich eine Traumvorstellung. So viel Zeit, die ich dann für anderes nutzen kann! Bücher lesen, Menschen treffen, Natur erleben, schlafen… Zusammen mit einer lieben Freundin in einer hübschen 2.5-Zimmer-Wohnung direkt an der Aare, fast im Grünen und doch 10 Minuten vom Zentrum; mit so vielen glücklichen Zufällen hatte ich nicht gerechnet. Auch das Arbeiten in einem der allerorts spriessenden Co-Working-Spaces passte da prima zu meiner Vorstellung eines suffizienten Lebensstils.

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Es ist Zeit für Kooperation

jb/kjd Das Bedürfnis nach Kooperation und Gemeinschaft ist gemäss dem Neurobiologe Joachim Bauer in unseren Genen angelegt: Am Anfang allen Lebens stand Resonanz und Kooperation. Nur dadurch konnte einst aus einer Gruppe von anorganischen Molekülen ein erstes lebendes System entstehen. Und sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt beobachten wir Kooperations- und Resonanzphänomene. Wird ein Baum von einem Schädling befallen, gibt er Signalstoffe ab, die bei anderen Bäumen, welche vom Schädling noch nicht erreicht wurden, eine Reaktion auslösen, die vor dem Schädling schützt.

Was ist Kooperation?

Bei Wikipedia heisst es: Kooperation (lateinisch cooperatio ‚Zusammenwirkung‘, ‚Mitwirkung‘) ist das zweckgerichtete Zusammenwirken von Handlungen zweier oder mehrerer Lebewesen, Personen oder Systeme, in Arbeitsteilung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

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