Es ist Zeit für Kooperation

jb/kjd Das Bedürfnis nach Kooperation und Gemeinschaft ist gemäss dem Neurobiologe Joachim Bauer in unseren Genen angelegt: Am Anfang allen Lebens stand Resonanz und Kooperation. Nur dadurch konnte einst aus einer Gruppe von anorganischen Molekülen ein erstes lebendes System entstehen. Und sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt beobachten wir Kooperations- und Resonanzphänomene. Wird ein Baum von einem Schädling befallen, gibt er Signalstoffe ab, die bei anderen Bäumen, welche vom Schädling noch nicht erreicht wurden, eine Reaktion auslösen, die vor dem Schädling schützt.

Was ist Kooperation?

Bei Wikipedia heisst es: Kooperation (lateinisch cooperatio ‚Zusammenwirkung‘, ‚Mitwirkung‘) ist das zweckgerichtete Zusammenwirken von Handlungen zweier oder mehrerer Lebewesen, Personen oder Systeme, in Arbeitsteilung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Schauen wir uns diese Definition genauer an und beginnen dabei mit dem Wort Mitwirkung. Kooperation setzt voraus, dass ich mitwirken kann, dass alle Beteiligten mitwirken können. Partizipation ist also eine wichtige Voraussetzung für Kooperation. Erst wenn Partizipation gelebt wird, kann sich Kooperation einstellen. Wenn wir an unsere gesellschaftlichen Strukturen denken, ist diese Voraussetzung oft nicht gegeben, sei es am Arbeitsplatz oder in der Familie. Als Gesellschaft müssen wir erst lernen, was es bedeutet, auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.

Wie können wir unsere Strukturen so verändern, dass sie uns in diesem Lernen unterstützen? momo&ronja hat mit der Soziokratie eine Herangehensweise gefunden, die Partizipation und einen neuen Umgang mit Macht ermöglicht. Wir haben uns auf den Weg gemacht, die Soziokratie vertieft zu lernen und wenden sie wenn immer möglich an. Als soziokratische Moderatorinnen geben wir unser Wissen gerne an interessierte Menschen, Projekte und Organisationen weiter und ermöglichen erste Einblicke in diese wirkungsvolle Methode.

Erst wenn die Mitwirkung gegeben ist, können wir mit dem Zusammenwirken beginnen. Kooperation kann als Zusammenwirken im Hinblick auf ein gemeinsames Ziel definiert werden. Bei momo&ronja steht das Zusammenwirken im Zentrum: im Dialog eine Vision entwickeln, Aktivitäten planen, Entscheidungen treffen und schlussendlich Verantwortung teilen. Immer wieder richten wir die Aufmerksamkeit auf den Raum, der zwischen uns ist. In diesem gemeinsamen Raum ist jede und jeder eingeladen, ganz in der eigenen Kraft zu sein oder immer mehr in diese hineinzuwachsen. Dabei achten wir auf folgende Grundsätze:

  • Die Natur lebt uns Kooperation vor. Erst die Verbindung mit der Natur macht ein Engagement lebensdienlich.
  • Kooperation braucht Zeit. Diese Zeit müssen wir uns bewusst nehmen.
  • Ein gemeinsames Ziel gibt Orientierung. Das stärkt auch die Ausrichtung des eigenen Engagements.
  • Kooperation braucht Vertrauen. Sich aufeinander einlassen verbindet.


Warum ist es Zeit für Kooperation?

Wir Menschen sind Teil dieser Erde. Wir bestehen aus den Elementen dieses Planeten, sind aus seinem Ursprung hervorgegangen und sind für unser Leben auf die natürlichen Ressourcen angewiesen. Deshalb tragen wir auch Verantwortung für diesen Lebensraum. Was wünschen wir uns aus tiefstem Herzen für diese Erde?

momo&ronja gestaltet Begegnungsräume, wo wir gemeinsam Fragen wie dieser nachgehen und mögliche Antworten finden können. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das NewEarthCamp zum Thema „Zeit für Kooperation“. Es ist ein Treffpunkt für Menschen, welche sich gemeinsam für eine zukunftsfähige Gesellschaft engagieren wollen. Zusammen handeln und wirksam werden – für das Wohl von Mensch und Erde.

Gemeinsam mit anderen können wir Dinge ausprobieren, die wir alleine nicht wagen würden. So können wir Lösungsansätze für die globalen Herausforderungen co-kreieren. Der Ansatz von momo&ronja bezieht die Verbindung zur Natur als Grundlage für ein neues Zusammenwirken mit ein. Aus dieser Verbindung heraus können wir neue Lebensstile entwickeln, die auch unserer eigenen Natur mehr entsprechen.


Jeannine Brutschin und Kim Jana Degen haben 2017 gemeinsam die Organisation momo&ronja gegründet. „Als soziale Unternehmerinnen engagieren wir uns für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Zudem können wir mit momo&ronja unsere Erfahrung einer tiefen Verbundenheit mit der Natur in ganz konkreten Angeboten und Projekten zum Ausdruck bringen.“

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