Aufstellung für den Wandel: Neues Miteinander von Frau*Mann

jb. Die zweite Aufstellung im 2019 zum Thema Gender stand unter dem Motto „auf zum nächsten Level“ im Miteinander von Frau*Mann. Wir verstehen dabei das Thema als Zusammenspiel weiblicher und männlicher Energien, die nicht unbedingt auf die klassischen Rollen verteilt sein müssen.

Bei der ersten Frau*Mann-Aufstellung im März 2019 war das Wertvolle an gemeinsamen Erlebnissen und die Bedeutung von Rücksicht, die in der Aufstellung vor allem auf der weiblichen Seite „Verleugnung der eigenen Bedürfnisse“ bedeutete, sehr zentral. Nachdem die Rücksicht auf ihren guten Platz verwiesen wurde, konnten sich das Weibliche und das Männliche verbinden, in der Mitte vor sich die verbindenden Erlebnissen als gemeinsames Drittes – ein kraftvolles Schlussbild. Die zweite Aufstellung im Mai 2019 brachte ganz andere Zusammenhänge zum Vorschein.

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Wir sind der Wandel – raus aus der Wohlfühloase und rein ins Abenteuer

jb Warum schreibe ich diesen Artikel? Schon viele Jahre habe ich mich mit den Themen des gesellschaftlichen Wandels befasst. Wir sind der Wandel – was bedeutet das angewendet auf das eigene Leben? Wie bringe ich den Wandel, der bei mir selbst beginnt, kraftvoll in die Welt? Ich habe viel darüber nachgedacht, ich habe selber viel ausprobiert. Und jetzt möchte ich auf diesem Weg meine Erfahrungen teilen.

Ich hatte mal ein Herzensprojekt. Es hiess SoulCamp. Und NewEarthCamp. Es waren Begegnungsräume für Grossgruppen im Open Space-Format, angelehnt an die BarCamp-Bewegung im Sinne von Unkonferenzen. Begegnungsräume zu schaffen, das hat mich schon immer interessiert. Da ich mich viel mit Spiritualität befasst hatte, wollte ich diese BarCamps als Orte für Herzensbegegnungen gestalten.

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Verbindende Erlebnisse und warum ich nicht gerne spaziere

kjd Vielleicht erstaunlich aber wahr: Bei unseren Aufstellungen für den Wandel sammeln wir Erkenntnisse und Lösungsansätze, welche direkt im Alltag anwendbar sind. Im ersten Teil von „Frau*Mann: Wie geht konstruktives Miteinander jenseits von Stereotypen?“ haben wir erfahren, welche grosse Bedeutung die verbindenden Erlebnisse im co-kreativen Zusammenspiel von weiblicher und männlicher Energie haben. Was kann das konkret bedeuten?

Die Zeit, welche wir mit anderen Menschen verbringen, bewusst zu gestalten und zu geniessen, ist sicher ein guter Anfang. Als junge Familie hatten wir gerade die perfekte Gelegenheit genau das zu üben.

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Unmittelbarer Ausdruck vs respektloses Ausspucken

kjd «conscious shit!» diesen Begriff habe ich neu gelernt am Cypher19 – einer Sendung von SRF Virus, in welcher während fast sieben Stunden etwa 80 Schweizer Rapper plus eine Handvoll Schweizer Rapperinnen das Mikrofon herumreichten. Bei diesem Live-Event ging es darum, kurze unveröffentlichte Texte zum Besten zu geben. Es dominierten respektloses Ausspucken ‚Spitten‘ von Fluchwörtern und Beleidigungen, Frauenfeindlichkeit und Grössenvergleiche aus der Steinzeit. Ein eher unerwarteter Ort für bloggenswerte Erkenntnisse. Wird dieser Text also eine Anti-HipHop-Moralpredigt? Weit gefehlt!

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Aufstellungen für den Wandel: Wie alles begann

jb Ich kann mich noch gut an meine erste Rolle in einer systemischen Aufstellung erinnern: 2001 habe ich mich bei einem Workshop angemeldet, um meine Herkunftsfamilie aufzustellen, damals noch sehr klassisch. Bei meinem ersten Einsatz wurde ich von einer teilnehmenden Person als Stellvertreterin für einen Alkoholiker gewählt. Kaum hatte ich den entsprechenden Platz eingenommen, wurde mir so sehr schwindlig, dass ich kaum noch stehen konnte. Es hat mich fasziniert, wie das möglich war, wie diese Beziehungen in einem System, einfach so von fremden Personen wahrgenommen und erfahren werden konnten.

Seither hat mich die Aufstellungsarbeit nicht mehr losgelassen.

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Mutter und soziale Unternehmerin: Der Einstieg

kjd „…ihr geht alle schon wieder arbeiten?“ Meine Banknachbarin in der Garderobe des Rückbildungs-Pilates ist offenbar irritiert. Es stellt sich heraus, dass sie einen Satz des Gesprächs aufgeschnappt hat, welches ich mit einer anderen Frau des Kurses führe. Sofort fühle ich mich missverstanden und habe das Gefühl, ich müsse mich rechtfertigen: Wer ist hier alle? Hat sie überhaupt gehört, wie wir uns als junge Familie organisieren? Warum habe ich das Bedürfnis zu entgegnen, dass es sich in meinem Fall nicht um die Art Arbeit handelt, welche sie vielleicht kennt.

Ich merke, dass eine Klärung hier und jetzt nicht möglich ist. Aber der Kommentar, seine Tonalität und die gefühlte Diskrepanz zu meinem Erleben lässt mich nicht los. Was es heisst, Mutter und soziale Unternehmerin zu sein, das finde ich gerade heraus und möchte hier einige meiner Gedanken und Wünsche teilen.

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miteinander unterwegs – für eine enkeltaugliche Zukunft

kjd Wenn mir kaum bekannte Menschen unser Quartett mit „Ah, die Webinarfrauen!“ begrüssen, staune ich jedes Mal. Mit den Online-Seminaren ist uns zwar nicht der grosse Durchbruch gelungen, trotzdem ist dieses Experiment auf Interesse gestossen und einigen Menschen in Erinnerung geblieben. Ein Irrweg war es auf keinen Fall. Denn es war diese ganz konkrete Idee, welche Cécile dazu veranlasst hat, Jeannine, Suzanne und mich im Sommer 2016 zu einer Retraite in ihr Haus und Garten einzuladen.

Als Expertin eines Themenbereichs sind wir angereist, doch begegnet sind wir uns an diesem Wochenende vor allem als Menschen und als Frauen. Beim Teilen unserer Lebensgeschichten konnten wir tief mitfühlen, manchmal auch nur dankbar staunen. Die natürliche Verbundenheit hat uns berührt. War sich jede von uns gewohnt, in ihrem Feld als Pionierin zu wirken, so fühlte sich dieses Miteinander ganz neu an. Das Resultat der Auszeit hatte es in sich: Wir wollten ab sofort unsere Kräfte bündeln und gemeinsam die Zukunft mitgestalten. Wir haben uns entschieden, unsere Herzensanliegen zu teilen und andere zu inspirieren, ihre Talente freudvoll in die Welt zu bringen.

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